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Regina-Pacis-Weg 7

53113 Bonn


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Telefax: 0228-737360


E-mail: aegyptisches-museum(at)uni-bonn.de


Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag 13-17 Uhr
Samstag und Sonntag 13-18 Uhr

 

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Aktuelles/Veranstaltungen

+++ Das Museum ist vom 24.12.2017 bis einschließlich zum 1.1.2018 geschlossen! +++

 

Mittwochsvortrag am 20. Dezember 2017

Beginn: 18:30 Uhr

Ort: Ägyptisches Museum der Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 7, 53113 Bonn

Eintritt: € 2,50 / 2,00 (ermäßigt)

 

Prof. Dr. Wolfgang Decker (Köln)

Sport im Alten Ägypten: Pharao und Sport

Schiessstele

Bild: Sog. Schieß-Stele Amenophis' II., 18. Dynastie (Foto: W. Decker)

Lange Zeit stand der Sport im Alten Ägypten im Schatten des Interesses, das für die Klassische Antike, insbesondere für die Olympischen Spiele, aufgebracht wurde. Das hat sich im Laufe der letzten Generation insofern geändert, als auch anderen Sportkulturen der Alten Welt zunehmend Aufmerksamkeit gewidmet wurde, darunter vor allem derjenigen des pharaonischen Ägypten. Im Rahmen einer Sportgeschichte des ägyptischen Niltales tritt Pharao als Kernthema in vielfältiger Weise in Erscheinung. Dabei beruht die Rolle des Königs als Sportler auf seiner ideologischen Verpflichtung, durch seine Kraft und Stärke den Garanten für das Leben der Ägypter abzugeben.

Der Lauf des Königs beim Jubiläumsfest, ein „Fitnesstest“ des alternden Herrschers mit gleichzeitiger Erneuerung seiner Physis, ist ein uraltes Ritual, das in der Pyramidenanlage des Djoser (3. Dyn.) steinerne Zeugnisse hinterlassen hat. Die Rolle des sportlichen Pharao kann im Laufe der ägyptischen Geschichte aber auch aktualisiert werden, wie es in der 18. Dynastie der Fall war. Nach der Vertreibung der Hyksos erhält das Bild des idealen Königs bewusst sportliche Züge, um die Wiederholung einer schmählichen Fremdherrschaft auszuschließen: Überragende Leistungen im Bogenschießen auf die kupferne Zielscheibe vom fahrenden Streitwagen aus und meisterhaftes Pferdetraining werden von Thutmosis III., seinem Sohn Amenophis II. und seinem Enkel Thutmosis IV. sowie Ramses III. (20. Dyn.) berichtet. Es ist bezeichnend für die ideologische Sonderrolle des königlichen Sports, dass ihm das Element Wettkampf – der im Alten Ägypten natürlich bekannt war – fehlt bzw. ein Wettkampftabu anhaftet. Mit anderen Worten: Pharao demonstriert sportliche Leistung sui generis.

Ebenfalls auf Pharao zentriert sind sportliche Leistungen, die von den Soldaten erbracht werden wie beispielswese eine Ruderregatta unter Tutanchamun (18. Dyn.) oder ein Langlauf von ca. 100 km unter Taharka (25. Dyn.). Das gilt auch für ein jüngst entdecktes Relief aus dem Totentempel des Sahure (5. Dyn.), das ein sportliches Programm (Bogenschießen, Stockfechten, Ringen, Bootswettfahrt) als Bestandteil des Richtfestes seiner Pyramide bezeugt

Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Decker ist Ägyptologe und emeritierter Professor für Sportgeschichte an der Deutschen Sporthochschule Köln und einer der weltweit besten Kenner des Sports im Alten Ägypten. Neben dem pharaonischen zählen auch der Sport der griechischen Antike sowie die Vorformen der modernen Olympischen Spiele zu seinen vornehmlichen Interessensgebieten.
 
 

ÜBERSICHT: 

Das Vortrags- und Ausstellungsprogramm im zweiten Halbjahr 2017

 

HINWEIS: Der Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Decker ist vom 13. auf den 20.12.2017 verlegt worden!

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ÜBERSICHT: 

Das Vortrags- und Ausstellungsprogramm im ersten Halbjahr 2017

 

 Flyer vorn

Flyer hinten

Sonderausstellung: 

Anja Schindler: "Der Tod ist himmelblau" (26.10.2016 – 23.04.2017) 

 

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TT63Wandmalerei aus Theben entdeckt

 

Unerwartet hat die aktuelle Ausstellung im Ägyptischen Museum der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ein bedeutendes Fragment einer altägyptischen Wandmalerei zutage gefördert. Es wurde vor rund 3500 Jahren auf dem Friedhof der alten Hauptstadt Theben an eine Grabwand gemalt. Die Identifizierung des Objekts aus der Sammlung Preuß gelang jetzt dem Bonner Ägyptologen Johannes Auenmüller. Am 14. Juli gab das Sammlerehepaar Ursula und Karl-Heinz Preuß das Fragment an den ägyptischen Staat zurück.

Das im Rahmen der Vorbereitungen der Ausstellung "Von der Antike bis zur Moderne" wiederentdeckte Fragment einer Wandmalerei stammt aus dem Grab des Schatzmeisters Sobekhotep (TT 63) auf dem Friedhof der alten Hauptstadt Theben, dem heutigen Luxor. Es ist etwa 40 mal 30 Zentimeter groß und zeigt zwei Männer, die Gaben für das Totenfest bringen. Das Bild wurde ca. 1400 v.Chr. während der Regierungszeit des Pharao Thutmosis IV. auf die verputzte Felswand gemalt. Auf älteren Fotografien ist das Wandbild noch in seinem ursprünglichen Zusammenhang zu sehen. Doch um 1980 fiel fast die gesamte Grabwand einer verheerenden Plünderung zum Opfer. Heute künden vor Ort nur noch traurige Reste von ihrer einstigen Schönheit

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ChnumhotepHieroglyphenkurse

Im Frühjahr 2017 wird  der beliebte Hieroglyphenkurs wieder angeboten!

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