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Aktuelles/Veranstaltungen

+++ Es gilt Maskenpflicht und 2G-Nachweis. +++

Unser interaktiver virtueller 360°-Rundgang macht vielleicht (noch mehr) Appetit auf einen realen Besuch:

https://vr-easy.com/tour/4750/

Ein daraus entstandenes Youtube-Video finden Sie hier: 

https://youtu.be/7a6MOxGlv28

(mit herzlichem Dank an den Produzenten Horst Goetze und unseren Förderverein!)

 

 

Mittwochsvortrag am 17. November 2021

Beginn: 18:30 Uhr

Eintritt: 2,50 Euro / erm. 2 Euro (Studierende & Vereinsmitglieder frei)

Yannick Wiechmann M.A. (Bonn):

 

Von Menschenfischern und ihren Netzen. Die Geschichte der altägyptischen Fangnetzsprüche

Netzfänger

Der Fangnetzspruch Tb 153B im Totenbuch des Neferwebenef (18. Dynastie; pLouvre N 3092). Foto:  © 2005 Musée du Louvre / Georges Poncet <https://collections.louvre.fr/ark:/53355/cl010378512>

Dämonen, die mit gewaltigen Fangnetzen den Verstorbenen auf seinem Jenseitsweg an der Passage hindern wollen, gehören zu den zwar weniger bekannten, aber nicht minder kapitalen Gefahren, denen der Verstorbene in der Unterwelt gemäß altägyptischem Totenglauben begegnen muss. Um diese Netze zu überwinden, selbst zum Fischer und Vogelfänger im Jenseits zu werden und Verklärung zu erlangen, muss der Verstorbene sein detailliertes Fachwissen über die Netze unter Beweis stellen. Mit diesem Wissen statten ihn die sogenannten Fangnetzsprüche aus, die auf Särgen oder Papyri aufgeschrieben dem Verstorbenen mit ins Grab gegeben wurden. 

Der Inhalt dieser Sprüche und ihr möglicher Entstehungskontext werden Thema dieses Vortrags sein, vor allem aber ihre Geschichte im Laufe der Zeit. Die Fangnetzsprüche sind nämlich über zweitausend Jahre lang – vom frühen Mittleren Reich bis in die Römerzeit – in der altägyptischen Kultur weitertradiert worden und haben verschiedene Veränderungen erfahren. Nach den Ursachen und Gründen dieser Textentwicklung soll gefragt werden und es soll ebenso untersucht werden, ob damit eine Funktionsveränderung der Sprüche einhergegangen ist. 

Yannick Wiechmann M.A. hat an der Universität Bonn Ägyptologie, Indologie, Alte Geschichte und Klassische Philologie studiert. Das Vortragsthema war Gegenstand seiner kürzlich abgeschlossenen Masterarbeit.

Achtung: Im Anschluss an den Vortrag wird Prof. Dr. Ludwig Morenz in unsere neue Sonderausstellung einführen, die im Rahmen des Projekts „Sinnüberschuss und Sinnreduktion von, durch und mit Objekten. Materialität von Kulturtechniken zur Bewältigung von Außergewöhnlichem“ (SiSi) entstanden ist: „Masterpiece oder ‚Religion für Arme’? Überraschende Aspekte des Bonner Kalksteinreliefs BoSAe 2113“ 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 
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ÜBERSICHT (Archiv): 

Das Vortrags- und Ausstellungsprogramm im ersten Halbjahr 2020:A

B

Hieroglyphenkurse

Chnumhotep

Im Frühjahr 2020 wird der beliebte Hieroglyphenkurs wieder angeboten!

 (mehr...)



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