Sie sind hier: Startseite Aktuelles/Veranstaltungen

Aktuelles/Veranstaltungen

+++ Vorankündigung: Wegen interner Veranstaltungen ist das Museum am 23.1. (Do.), am 15./16.2. (Sa./So.) sowie am 24./25.3. (Di./Mi.) geschlossen! +++

 

 

Mittwochsvortrag am 22. Januar 2020

Beginn: 18:30 Uhr

Ort: Ägyptisches Museum der Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 7, 53113 Bonn

Eintritt: € 2,50 / 2,00 (ermäßigt)

 

Dr. des. Gunnar Sperveslage (Köln)

Aegypto capta – Wie Ägypten römisch und der Kaiser ein Pharao wurde 

Münze AKM

Abb.: Mit der Darstellung eines gefangenen Krokodils wurde die Eroberung Ägyptens auf römischen Münzen gefeiert (Akademisches Kunstmuseum Bonn, Inv.-Nr. R 10.010)

Mit der Schlacht bei Actium brach für Ägypten eine neue Ära an. Die Herrschaft der Ptolemäerdynastie war nach rund 300 Jahren beendet. Ägypten wurde fortan vom römischen Kaiser regiert. Nach Rom verbrachte Monumente, wie z.B. der Obelisco Flamino, der heute auf der Piazza del Popolo in Rom steht, sowie Münzbilder dokumentieren den Herrschaftsanspruch über das Land am Nil. Insbesondere das Motiv „Aegypto capta“, auf dem ein gefesseltes Krokodil Ägypten symbolisiert, versinnbildlicht das historische Ereignis der Eroberung. 

Entsprechend der ägyptischen Königsideologie waren Augustus (31. v. – 14 n.Chr.) und seine Nachfolger nicht nur römische Kaiser, sondern auch ägyptische Pharaonen. Als Herrscher über Ägypten hatte der Kaiser eine Funktion innerhalb der ägyptischen Königsideologie und der ägyptischen Tempelkulte einzunehmen. Hier öffnet sich im Rahmen dieser scheinbar unvereinbaren Rollen ein ideologisches Spannungsfeld zwischen dem römischen Principat und dem ägyptischen Königtum.

Die aktuelle Sonderausstellung „Kaiserliche Pharaonen – Pharaonische Kaiser“ thematisiert diese Herrschaftsinszenierung römischer Kaiser im Kontext des ägyptisch-römischen Kulturkontaktes. Ziel und Anliegen dieses Vortrages ist es nun, einzelne in der Ausstellung dargestellte Aspekte zu vertiefen und zu diskutieren. 

Dr. des. Gunnar Sperveslage ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Afrikanistik und Ägyptologie der Universität zu Köln. Zu seinen hauptsächlichen Forschungsgebieten zählen die interkulturellen Kontakte zwischen dem alten Ägypten und seinen Nachbarn, insbesondere zur Arabischen Halbinsel und zum Römischen Reich.

 
 

ÜBERSICHT: 

Das Vortrags- und Ausstellungsprogramm im ersten Halbjahr 2020:A

B

Hieroglyphenkurse

Chnumhotep

Im Herbst 2019 wird der beliebte Hieroglyphenkurs wieder angeboten!

 (mehr...)



Sie möchten immer auf dem Laufenden sein? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter!

Artikelaktionen