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Aktuelles/Veranstaltungen

+++ Vorankündigung: Wegen einer internen Veranstaltung bleibt das Museum am 12. & 13. November 2019 geschlossen +++

 

 

16./17. & 23./24.11.: Hieroglyphenkurs für Fortgeschrittene (mehr...)

 

Mittwochsvortrag am 06. November 2019

Beginn: 18:30 Uhr

Ort: Ägyptisches Museum der Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 7, 53113 Bonn

Eintritt: € 2,50 / 2,00 (ermäßigt)

 

Dr. Kirsten Konrad (Schadeck/Mainz)

Von Pyramiden, Göttern und Hieroglyphen – 

Zu einigen Exlibris von Ägyptologen 

 

Bonnet Exlibris

Abb.: Exlibris von Hans Bonnet, um 1910, eingeklebt in H. Ranke, Die ägyptischen Personennamen, Bd. 1, Glückstadt 1935.

Aus der Menge an Exlibris (lat.: „aus den Büchern“) wird eine Auswahl von Bucheignerzeichen der spezifischen Gelehrtengruppe der Ägyptologen vorgestellt. Die hierbei anzusprechenden Exlibris datieren von der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in das 21. Jahrhundert. Die Belege weisen eine große Bandbreite an Konzeptionen und Bildmotiven auf. Die Mehrzahl dieser Bucheignerzeichen ist durch altägyptische bzw. ägyptisierende Motive gestaltet, wohingegen andere auch ganz ohne Verweis auf die altägyptische Kultur konzipiert sind. Teilweise wird der persönliche Lebensweg in der Gestaltung des Bucheignerzeichens illustriert, dann etwa, wenn einige Ägyptologen Motive darstellen, die für sie persönlich in irgendeiner Weise eine besondere Rolle in ihrer (ägyptologischen) Karriere gespielt haben. Darüber hinaus können diese Bucheignerzeichen als „Zeugen ihrer Zeit“ gelten. Oftmals müssen die Exlibris als allegorische Kompositionen gedeutet werden, die Rückschlüsse auf das Selbstverständnis der Eigner erlauben und somit deren Persönlichkeit widerspiegeln. Die von den Ägyptologen gewählten altägyptischen Motive belegen das Fachwissen der Eigner, die in ihrem Verständnis dieser Motivik weit über die Deutung und Interpretation der entsprechend gestalteten Bucheignerzeichen von Laien hinausgehen. 

Dr. Kirsten Konrad promovierte 2005 zum Thema „Architektur und Theologie – Pharaonische Tempelterminologie unter Berücksichtigung königsideologischer Aspekte“ an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Neben weiteren Beiträgen, etwa zu Themen der Ägypten-Rezeption, hat sie 2019 eine Bearbeitung des Corpus der Sistrophore abgeschlossen.


Mittwochsvortrag am 16. Oktober 2019 (ausgefallen; neuer Termin: 22.01.2020)

Beginn: 18:30 Uhr

Ort: Ägyptisches Museum der Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 7, 53113 Bonn

Eintritt: € 2,50 / 2,00 (ermäßigt)

 

Dr. des. Gunnar Sperveslage (Köln)

Aegypto capta – Wie Ägypten römisch und der Kaiser ein Pharao wurde 

Münze AKM

Abb.: Mit der Darstellung eines gefangenen Krokodils wurde die Eroberung Ägyptens auf römischen Münzen gefeiert (Akademisches Kunstmuseum Bonn, Inv.-Nr. R 10.010)

Mit der Schlacht bei Actium brach für Ägypten eine neue Ära an. Die Herrschaft der Ptolemäerdynastie war nach rund 300 Jahren beendet. Ägypten wurde fortan vom römischen Kaiser regiert. Nach Rom verbrachte Monumente, wie z.B. der Obelisco Flamino, der heute auf der Piazza del Popolo in Rom steht, sowie Münzbilder dokumentieren den Herrschaftsanspruch über das Land am Nil. Insbesondere das Motiv „Aegypto capta“, auf dem ein gefesseltes Krokodil Ägypten symbolisiert, versinnbildlicht das historische Ereignis der Eroberung. 

Entsprechend der ägyptischen Königsideologie waren Augustus (31. v. – 14 n.Chr.) und seine Nachfolger nicht nur römische Kaiser, sondern auch ägyptische Pharaonen. Als Herrscher über Ägypten hatte der Kaiser eine Funktion innerhalb der ägyptischen Königsideologie und der ägyptischen Tempelkulte einzunehmen. Hier öffnet sich im Rahmen dieser scheinbar unvereinbaren Rollen ein ideologisches Spannungsfeld zwischen dem römischen Principat und dem ägyptischen Königtum.

Die aktuelle Sonderausstellung „Kaiserliche Pharaonen – Pharaonische Kaiser“ thematisiert diese Herrschaftsinszenierung römischer Kaiser im Kontext des ägyptisch-römischen Kulturkontaktes. Ziel und Anliegen dieses Vortrages ist es nun, einzelne in der Ausstellung dargestellte Aspekte zu vertiefen und zu diskutieren. 

Dr. des. Gunnar Sperveslage ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Afrikanistik und Ägyptologie der Universität zu Köln. Zu seinen hauptsächlichen Forschungsgebieten zählen die interkulturellen Kontakte zwischen dem alten Ägypten und seinen Nachbarn, insbesondere zur Arabischen Halbinsel und zum Römischen Reich.

 
 

ÜBERSICHT: 

Das Vortrags- und Ausstellungsprogramm im zweiten Halbjahr 2019

Flyer2019_2_vorne

Flyer2019_2_hinten

Chnumhotep

Hieroglyphenkurse

Im Herbst 2019 wird der beliebte Hieroglyphenkurs wieder angeboten!

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